Warum es beim Walking keine Siegerehrungen gibt
Walking und Nordic Walking werden im Deutschen Leichtathletik‑Verband (DLV) als gesundheitsorientierte Ausdauerangebote und nicht als Wettkampfdisziplinen geführt. Sie gehören zu den breitensportlichen Bewegungsformen, die der Förderung von Fitness, Wohlbefinden und Teilhabe dienen.
Da Walking nicht unter die offiziellen Wettkampfregeln der Leichtathletik fällt, werden keine Platzierungen, Ranglisten oder Siegerehrungen vorgenommen.
Der DLV verfolgt mit Walking das Ziel, Menschen aller Altersgruppen eine niedrigschwellige, verletzungsarme und leistungsdruckfreie Teilnahme zu ermöglichen. Eine wettkampforientierte Wertung würde diesem Charakter widersprechen und könnte zu unerwünschtem Ehrgeiz, Regelverstößen oder gesundheitlichen Risiken führen. Stattdessen stehen Bewegungsfreude, gemeinsames Erleben und gesundheitlicher Nutzen im Mittelpunkt.
Aus diesen Gründen werden Walking‑Teilnehmende im Rahmen von DLV‑Veranstaltungen nicht nach Zeiten oder Platzierungen ausgezeichnet, sondern nehmen gleichberechtigt und ohne Wettbewerbsdruck teil.
Deshalb gelten folgende Grundsätze:
Walking ist im DLV eine breitensportliche Ausdauerform
In der Deutschen Leichtathletikordnung (DLO) wird Walking nicht als Wettkampfdisziplin geführt. Walking gehört zu den Fitnessangeboten, nicht zu den Disziplinen mit Meisterschaften oder Ranglisten.
Keine Wettkampfwertung → keine Platzierungen
Da Walking nicht unter die offiziellen Wettkampfregeln (IWR) fällt, gibt es:
- keine offiziellen DLV‑Wertungen
- keine Platzierungen
- keine Siegerehrungen
- keine Meisterschaften
Die IWR‑Regeln gelten nur für Wettkampfdisziplinen wie Laufen, Gehen (Race Walking), Sprünge, Würfe usw.
Walking ist dort nicht enthalten.
Fokus auf Gesundheit, nicht auf Leistung
Der DLV ordnet Walking ausdrücklich dem Gesundheits‑ und Präventionssport zu.
Ziel ist:
- Förderung der Bewegung
- Verletzungsprävention
- Teilnahme ohne Leistungsdruck
- Motivation für Einsteiger und ältere Sportler
Wettbewerb würde diesem Ansatz widersprechen.
Gemeinschaft statt Konkurrenz
Walking‑Veranstaltungen im DLV‑Umfeld (z. B. bei Volksläufen) sind bewusst nicht wettkampforientiert.
Stattdessen stehen im Vordergrund:
- gemeinsames Bewegen
- niedrigschwellige Teilnahme
- Freude am Sport
Viele Ausschreibungen von Volksläufen weisen explizit darauf hin, dass Walking ohne Siegerehrung stattfindet (wie z. B. auch bei Bambini‑ oder Fun‑Läufe).
Der Gladbecker Sparkassenlauf hält diese Grundsätze ein, weil wir nur dadurch den erweiterten Versicherungsschutz durch die Deutsche Sporthilfe für unsere Teilnehmer:innen gewährleisten können.
Wenn ein Volkslauf nach den Vorgaben der Leichtathletikverbände durchgeführt wird, erhalten die Teilnehmenden — insbesondere Nichtmitglieder — einen automatischen Unfallversicherungsschutz, während Veranstalter und Helfer zusätzlich haftpflicht- und unfallversichert sind. Der Verband übernimmt damit einen großen Teil des Risikomanagements.
Wir heben uns damit von den „wilden Läufen“ ab, die sich diesem Regelwerk nicht unterwerfen. Daher bitten wir um Verständnis dafür, dass wir in der Walking-Disziplin keine Siegerehrungen oder Platzierungen durchführen.
